Hört, hört – Update.

LautstaerkesymbolDie Website des Echos wartet mit einem neuen Feature auf: gesprochene Artikel. Zu erkennen sind diese am Lautstärkesymbol neben der Überschrift. Ein so großes Symbol, dass ich prompt wissen wollte, was – oder genauer – welche Stimme sich dahinter verbirgt.

 

Die Überraschung fiel so groß nicht aus, als ich der weiblichen Computerstimme lauschte, die den Artikel über einen lokalen Orkan vortrug (.mp3). Erstaunlich angenehm. Erwartet monoton. Unfreiwillig komisch die Aussprache einiger Ortsangaben. Obwohl ich aus der Region komme, war zur Unterstützung die Lektüre des Online-Artikels nötig – zu wenig wusste ich mit [Brohm.bach.tal] und [Gehrs.prenz.tal] anzufangen. Von den 20.000 [Folt] ganz zu schweigen.

Sieht man von diesen anfänglichen Verständnisproblemen ab, so bleibt ein weiteres: Welchen Nutzen haben die gesprochenen Artikel? Das Symbol ist groß genug, als dass es mir bei einer etwaigen Sehschwäche auffallen könnte. Eine Information, z.B. per Mouseover, über das, was mich bei einem Klick erwartet, erhalte ich jedoch nicht. Auch finde ich (noch) keine Übersichtsseite der gesprochenen Artikel oder gar die Möglichkeit, sie als Feed zu abonnieren.

Wobei das auch etwas hoch gegriffen ist, denn als Podcast würde ich sie nun nicht bezeichnen. Weshalb? Weil mir dazu der qualitative Unterschied zwischen eines von Menschen eingesprochenen Artikels und eines Artikels, der von einer Computerstimme vorgetragen wird, zu groß ist. Zu wichtig sind Elemente wie Betonung, Aussprache und Sprachmelodie – um nur die bedeutendsten und einleuchtendsten zu nennen.

Und nicht zu vergessen: Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ein Text geschrieben wurde, um gelesen oder vorgelesen zu werden.

Mit diesem kleinen, aber feinen Unterschied, befasse ich mich seit etwa einem Jahr so gut wie täglich – und noch immer lässt sich dazu lernen. Zur Veranschaulichung dient dieses Beispiel allemal. Ohne zeitgemäße Einbindung in die übrige Website jedoch, ist es ein nettes Feature, mehr auch nicht. Da geht noch was.

Update: Mittlerweile gibt es auch einen erklärenden Artikel zu den Audiofiles und eine Möglichkeit zum Feedback via E-Mail wird angeboten.

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Ein Kommentar

  1. Daniela Probst
    Posted 18. September 2007 at 19:03 | Permalink

    Zum Audio-Angebot vom Darmstädter Echo fällt mir nur ein: Gewollt und net gekonnt. Ich denke hier ist nicht an Barrierefreiheit gedacht worden, sondern man wollte unglaublich modern sein – letzteres ist in absolut in die Hose gegangen. Der Konkurrent Main-Echo macht sich wenigstens die Mühe und bittet die Redakteure ans Mikro. Auch wenn die Artikel auch nicht für’s Hören geschrieben sind, sind sie doch wesentlich angenehmer und vertsändlicher! Das Darmstädter Echo hat meiner Meinung nach mal wieder gezeigt, dass dem Medienhaus Online nicht viel Wert ist!

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