Newsroom des Daily Telegraph (Foto: flickr/victoriapeckham)
Erste Befragungen zeigen: Unsere Absolventen arbeiten in einem breiten Praxisfeld, das Online-Medien, etablierte Printmedien, Rundfunk, PR-Agenturen, Unternehmen, Kommunen und andere Institutionen umfasst. Der Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig auf der Arbeit in Online-Teams oder -Redaktionen. Die Arbeitsbedingungen dort sind geprägt durch eine Reihe von Besonderheiten:
- eine große Variationsbreite der Angebotstypen,
- noch größerer Zeit- und Aktualitätsdruck als in den etablierten Medien,
- zum Teil noch fehlende journalistische Standards,
- extreme Konkurrenz um Zeit, Geld und Aufmerksamkeit von Nutzerinnen und Nutzern,
- hohe, aber uneinheitliche Erwartungen an das multimediale Erzählen,
- die Erwartung, die Interaktionspotentiale von Online-Medien auszuschöpfen,
- die Notwendigkeit, einen “Mehrwert” beim Service bereitzustellen,
- schnelle Innovationszyklen der eingesetzten Hard- und Software,
- häufig noch unzureichende Vermarktungsmöglichkeiten
Neue berufliche Anforderungen
Im Vergleich zu den klassischen Medien stellen interaktive Medien neue berufliche Anforderungen an ihre journalistische Gestaltung. Das gilt zum einen für die grundlegenden journalistischen Tätigkeiten Recherche, Dokumentation und Aufbereitung von Inhalten. Es gilt aber auch für die Kommunikationsbeziehungen, die in den neuen Medien dialogisch oder community-orientiert angelegt sind und sich somit grundlegend von der eher einseitigen Ansprache in den klassischen Massenmedien unterscheiden.
Langfristige Trends
- Der Online-Journalismus und die Online-PR entwickeln sich immer mehr von einer überwiegend textorientierten zur multimedialen Content-Präsentation. Insbesondere das Bewegtbild wird durch neue Techniken und größere Übertragungsbandbreiten forciert.
- Online-Redaktionen und Online-PR-Abteilungen werden immer mehr in crossmediale Redaktionen integriert. Diese crossmedialen Redaktionen werden durch technische Konvergenz digitaler Medien gestützt und vorangetrieben. Jeglicher Content wird digital gespeichert und steht für diverse Ausspielkanäle zur Verfügung (z.B. Web-TV, Interaktives Fernsehen etc.). Die Journalisten der Zukunft müssen daher professionell mit Text, Foto, Video, Audio und Animation umgehen können.


