Foto: flickr/Tim Caynes
Hier reflektieren Studierende und Dozenten die Entwicklung der Internetmedien, sowie die Herausforderungen, denen sich Journalisten und Medienmacher heute insgesamt stellen müssen.
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Hier reflektieren Studierende und Dozenten die Entwicklung der Internetmedien, sowie die Herausforderungen, denen sich Journalisten und Medienmacher heute insgesamt stellen müssen.

Nirgendwo in Deutschland wird zurzeit intensiver am Medienwandel gearbeitet und über neue Strategien nachgedacht als bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Am Dienstag, den 22. Mai 2012, wird uns Dr. Marco Bertolaso, Leiter der Nachrichtenredaktion für die drei Programme des Deutschlandradios, einen Einblick in die Innovationsprozesse und Strategieplanung seines Senders geben.
Thema: Deutschlandradio im Medienwandel
Referent: Dr. Marco Bertolaso, Leiter der Nachrichtenredaktion des Deutschlandradios
Zeit: Dienstag, d. 22. Mai 2012, 12:00-13:30 Uhr
Ort: Campus Dieburg, Raum 14/14
Mit seinem Besuch in Dieburg knüpft Dr. Bertolaso an ein erfolgreiches Projekt aus dem Wintersemester 2011/2012 an. Studenten des dritten Semesters Online-Journalismus hatten die Konferenz zum 50. Geburtstag des Deutschlandfunks am 6. und 7. Januar 2012 journalistisch vorbereitet und begleitet.

Was verbirgt sich hinter dem Grid Surfer? Wie lässt sich in einem Klangkäfig in die Weiten des Weltalls eintauchen? Und was hat Pixomondo-Chef Christian Vogt zum Oscar für „Hugo Cabret“ zu sagen?
Besucher der mediale* 2012 können dies vom 21. bis 23. Mai in der Centralstation Darmstadt erfahren. Studierende des Fachbereichs
Media der Hochschule Darmstadt zeigen dort im Rahmen der jährlichen Werkschau ihre Projekte und Arbeiten.
Darüber hinaus stehen Workshops, die Fachtagung „Globales Lernen digital“ sowie Vorträge von Medienexperten auf dem Programm. Geöffnet ist die mediale* an allen drei Tagen von jeweils 12 Uhr mittags bis 1 Uhr nachts. Der Eintritt ist frei.
In der Ausstellungs-Halle der mediale* gibt es gut ein Dutzend Semesterprojekte und Abschlussarbeiten aus den Bereichen Film, Sound, Games, Interactive und Journalismus zu entdecken.
Zum Beispiel den „Grid Surfer“, ein Virtual Reality-Spiel, das mit Hilfe des Wii Balance Boards gesteuert wird. Objekte, denen es auszuweichen gilt, werden durch räumlichen Sound wahrnehmbar. Die Verwendung der Stereoskopie, der Wiedergabe von räumlich wirkenden Bildern, ermöglicht es, hinter Objekte zu schauen.
„Park it Right“ heißt eine Applikation für LKW-Fahrer, die bei der Parkplatzsuche auf Autobahnen unterstützen soll. Eine Erweiterung soll sogar Reservierungen möglich machen. Hingegen ist „Smart Delivery“ praktisch für jedermann: das „intelligente Live Routing-System für Paketdienste“ ermöglicht es dem Nutzer, dem Zusteller mitzuteilen, wann und wo er sein Paket in Empfang nehmen möchte. „Experience #1: Space Walk“ ist der Name einer 3D-Sound-Licht-Installation, die eine detailgetreue Darstellung von realen und surrealen Soundwelten ermöglicht.
Während im Workshop-Programm der mediale* Themen wie „Digital Speed Painting“, „Gamesprototyping“ oder Social Media zu finden sind, berichten zahlreiche Medienexperten in Vorträgen aus der Praxis.
So ist Pixomondo-Deutschland-Chef Christian Vogt im Rahmen des MediaMonday am Montag, 21. Mai, von 17 Uhr bis 19 Uhr zu Gast. Er berichtet über die Arbeiten an Martin Scorseses „Hugo Cabret“, für den die Frankfurter Effektschmiede dieses Jahr den Oscar für die besten visuellen Effekte gewann. Eine Auswahl weiterer Vorträge: Am Dienstag, 22. Mai, spricht Michael Volkmer, Inhaber der Wiesbadener Werbeagentur Scholz & Volkmer, von 19 Uhr bis 20 Uhr über „Werbung, Nachhaltigkeit und die Schizophrenie“. Glashaus-Produzent Martin Haas ist am Mittwoch, 23. Mai, von 18 Uhr bis 19 Uhr zu Gast. Er berichtet über die Arbeiten an dem neuen Album des Frankfurter Rappers Moses Pelham, an dem sich mehrere Gastkünstler beteiligen.
Neben den traditionellen Filmnächten ab jeweils 21 Uhr und dem Game Development Contest am 21. und 22. Mai zur Entwicklung eines Spielekonzeptes findet am Schlusstag der mediale* von 10 Uhr bis 17 Uhr die Fachtagung „Globales Lernen digital“ statt.
Zielgruppe der von Studierenden des Studiengangs Online-Journalismus organisierten Tagung sind alle in der umwelt- und entwicklungspolitischen Bildung Tätigen: neben Lehrerinnen und Lehrern auch Studierende aus den Bereichen Soziale Arbeit und Lehramt sowie Beschäftigte von Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Zu den Referenten gehören unter anderem Nico Wald, stellvertretender Leiter Medien bei „Brot für die Welt“, und Jürgen Fenn, Referent des Fachbereichs Bildung und Wissen von Wikimedia Deutschland.
Das vollständige Programm der mediale* 2012 ist nachzulesen unter www.mediale.org. Dort gibt es zudem ausführliche Informationen zu allen Projekten, Workshops und den Filmnächten. Auch die Anmeldung zu Workshops ist über diese Seite möglich.
Wie bilden große Verlage ihren journalistischen Nachwuchs aus? Welche Aspekte spielen heute in der Aus- und Weiterbildung für Journalisten die wichtigste Rolle? Vor welchen Herausforderungen stehen dabei die Verlage? Jens Schröter, Leiter der Burda-Journalistenschule, wird am Dienstag, 15. Mai, bei einem Gastvortrag am Mediencampus Einblicke in die Personalentwicklung bei Hubert Burda Media geben.
Der Verlag zählt mit rund 7000 Mitarbeitern zu den größten deutschen Medienhäusern, zum Kerngeschäft zählen vor allem Zeitschriften. Auf dem deutschen Markt erscheinen zum Beispiel Focus, Bunte, Chip, Playboy, TV Spielfilm oder Freizeit Revue. Burda-Redaktionen arbeiten in München, Offenburg, Hamburg und Berlin. Die Verlagsgruppe investiert außerdem in Internetunternehmen, zum Beispiel Xing, Sevenload oder Holidaycheck.
Der Vortrag beginnt am Dienstag um 10.15 Uhr im Raum 16/114 und findet im Rahmen der Vorlesung »Redaktionsmanagement« statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.
In Dieburg bewegt sich was: Bagger und Kräne rollen an und machen die vier alten Wohntürme auf dem ehemaligen Hochschulgelände dem Erdboden gleich. 70.000 Tonnen Material werden bewegt. In den nächsten Jahren entsteht dort ein neues Wohngebiet, oder besser: ein ganzer Stadtteil. Den Umbruch begleiten 21 angehende Online-Journalisten mit dem Abriss-Blog auf der Website des Darmstäder Echos.
Das Projekt „Lokaljournalismus“ ist dabei das erste für die Zweitsemester. Neben dem Tagesgeschehen sollen auch Vergangenheit und Zukunft des Geländes beleuchtet werden. Dazu haben die Studierenden bereits diverse Archive durchforstet, mit früheren Bewohnern der Wohntürme gesprochen und andere Zeitzeugen interviewt. Politiker, Einzelhändler, Naturschützer und natürlich Dieburgs Bürger werden zu den weiteren Plänen für das Areal befragt. Neben Texten und Fotos wird die ganze Palette der multimedialen Darstellungsformen genutzt: Fotostrecken und Videos machen anschaulich, was in der direkten Nachbarschaft des Mediencampus geschieht.
Die Zweitsemester hoffen auf rege Beteiligung, Anregungen und Kritik. Facebook- und Twitter-Accounts sind hierfür schon eingerichtet, jeder Artikel kann kommentiert werden. Auch auf Anregungen per Mail freut sich das Redaktionsteam.
Topfblumen brauchen einen Gießrand und mögen es, wenn man mit ihnen spricht. Auch Kinder können schon Wert auf vegane Ernährung legen. Und bis ein Buch gebunden ist, gibt es allerhand zu tun.
Diese und andere Vorgänge schildern 17 angehende Online-Journalisten in ihrem Fernsehmagazin »Im Detail«.
Das Magazin entstand in diesem Sommersemester im Seminar Fernsehjournalismus unter der Leitung von Hans Zimmermann. Studierende des vierten Semesters rückten in Drei-Personen-Teams aus und nahmen verschiedene Orte und Geschichten genau unter die Lupe: unter anderem ein Occupy Zeltlager, eine Gärtnerei, eine Buchbinderei, eine Flugplatz und eine Karateschule. Den Titel des Magazins und die Struktur der Moderation gestalteten die Studierenden selbst.
Einige der Videos richten sich an Kinder als Zuschauer. Sie werden demnächst auch auf einem multimedialen Blog veröffentlicht – im Rahmen eines Semesterprojektes, in dem die Studierenden Journalismus für Kinder entwickeln. Sie werden auch ein Print-Magazin veröffentlichen. Sobald es soweit ist, werden wir an gleicher Stelle darüber berichten.
Es gibt Studenten am Campus Dieburg, die verbringen zuweilen
mehr Zeit vor und hinter Fernsehkameras, als in den Hörsälen.
Sie produzieren die Internetfernsehsendung »Zeitraum TV«.

Thematisch ist die Sendung breit aufgestellt, die Beiträge sind modern, kreativ und innovativ. Mal werden bekannte Bands oder Professoren interviewt, mal interessante Bars oder Veranstaltungen vorgestellt. Auch die Ergebnisse der Video-Kurse an der Hochschule und die Werke der Film-Studenten werden gezeigt.
Das Team von »Zeitraum TV« besteht aus zwanzig bis vierzig Studenten verschiedener Medien-Studiengänge. Angehende Online-Journalisten sind vor allem in der Redaktion aktiv, wo sie die Beiträge koordinieren, aber auch selbst erstellen.
Produziert wird die Sendung unter Live-Bedingungen im Studio der Hochschule am Campus Dieburg. Den Rahmen für die Beiträge liefert ein Moderatoren-Team, zu dem der 21-jährige Christian Max Franke gehört. »Müsste ich auf einer Bühne vor vielen Menschen moderieren, wäre ich richtig nervös. Aber bei »Zeitraum TV« kennt man die Leute, die Atmosphäre ist entspannt und lustig, da macht das Moderieren richtig Spaß!« Christian studiert Digital Media/Interactive Media und kam per Casting zu dem Moderations-Job. Was ihn an dem Projekt begeistert, ist vor allem das kreative Potential: »Man kann hier so viel machen und dazu eine technische Ausstattung nutzen, die super ist.«
Die gute Stimmung im Team begeistert auch Janosch Leuffen. Der 26-jährige studiert Online-Journalismus und gehört zur Redaktion von »Zeitraum TV«. Er ist zuständig für Themenfindung und -umsetzung. »Ich bin regelmäßig mit der Kamera draußen und mache zum Beispiel Straßenumfragen«. Im letzten Semester gelang Janosch ein besonderer Coup. Er konnte die Band »Culcha Candela« für ein Interview gewinnen. »«Zeitraum TV« ist stressig, aber es macht Spaß und man kann den Aufwand gut verkraften, wenn man nachher die tollen Beiträge sieht.« Janosch hat sich auch deshalb für die Teilnahme an dem Projekt entschieden, weil er dabei viel lernen kann: »Man gewöhnt sich an Teamarbeit, erfährt viel dazu, wie Fernsehen funktioniert oder ein Interview geführt werden muss. Man kann außerdem viel selbstständig arbeiten und schöne Arbeitsproben produzieren.« Nach zwei Semestern »Zeitraum TV« ist Janosch der Fernseh-Produktion verfallen. Er könnte sich gut vorstellen, nach dem Studium als Fernsehreporter zu arbeiten.
Ins Leben gerufen wurde «Zeitraum TV« im Wintersemester 2010/11 von Felix Scheub. Er ist 26 Jahre alt, studiert Media Direction und ist noch immer der Leiter des Projekts. »Die Leitung habe ich übernommen, weil ich «Zeitraum TV« sowohl für die Studenten, als auch für den Mediencampus Dieburg und natürlich für mich persönlich als ein interessantes und wichtiges Projekt ansehe.« Auch Felix hat in dem Projekt viel gelernt: »In meinen Positionen als Projektleiter und Redaktionsleiter habe ich den Umgang und die Koordination eines großen Teams gelernt. Des Weiteren habe ich gelernt unter Zeitdruck zu arbeiten und das schnelle Handeln im Umgang mit Problemen.« Eine wichtige Erfahrung war für ihn auch, zu erkennen, dass man bei einem Projekt dieser Größe stets auf andere angewiesen ist: »Man lernt darauf zu vertrauen, dass man am Ende erfolgreich ist, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen.«
Am Anfang an mit dabei war auch Sandra Breunig, die inzwischen im sechsten Semester Online-Journalismus studiert. »Es war sehr spannend, gerade am Anfang dabei gewesen zu sein, als konzeptionell noch viel erarbeitet werden musste. Es gab nur die Idee, aber noch keine Webseite, keine Social-Media-Kanäle, keine Clips, kein festes Team. Mich interessierten vor allem die Studioarbeit und die Möglichkeit, mich intensiver mit Videoproduktion auseinanderzusetzen.« Besonders interessant fand Sandra die Arbeit im Studio, wenn die Sendung vorbereitet und aufgezeichnet wurde. Auch die Vielzahl der Arbeitsmöglichkeiten fand sie gut: »Je nach Interesse und Fähigkeiten kann man Beiträge drehen, schneiden und vertonen, die PR betreuen, die Redaktionsarbeit organisieren oder technisch arbeiten. Richtig gut fand ich, mit Studenten anderer Fachrichtungen zusammenzuarbeiten, weil man dadurch voneinander lernt.« Sandra fand durch »Zeitraum TV« so viel Spaß an der Produktion von Videos, dass sie sich nun auch in ihrer Bachelorarbeit darauf konzentriert. Zusammen mit einer Kommilitonin produziert sie verschiedene Clips zu Künstlern in Frankfurt.
Die wichtigste aktuelle Herausforderung für »Zeitraum TV«, berichtet Felix, ist »ganz klar die Struktur und Organisation der Sendung, um sie langfristig am Campus Dieburg zu etablieren«. Gleichzeitig soll auch die inhaltliche und gestalterische Qualität der Sendung weiter erhöht werden.
Für das Sommersemester sind vier Sendungen geplant. Sie werden allerdings etwas anders gestaltet, als bisher. Felix erklärt: »Die Sendungen werden in diesem Semester deutlich kürzer.« Inhaltlich wird es im Kern um den Mediencampus Dieburg gehen. Ihren Namen verdankt die Sendung übrigens dem Café Zeitraum, das für die Studierenden am Mediencampus Dieburg der Dreh- und Angelpunkt eines Hochschultages ist.
Die Termine für die Sendungen werden auf der Projekt-Homepage bekanntgegeben. Die erste Sendung für das Sommersemester 2012 ist seit dem 25. April online. Darin zu sehen: eine Führung über den Campus und durch das Studio, in dem Zeitraum TV aufgezeichnet wird. Zudem werden die Studiengänge Online- und Wissenschaftsjournalismus vorgestellt. Zu Gast im Studio ist Jan Schneider, der zusammen mit seinen Kommilitonen das Magazin ausgespielt fürs iPad entwickelt hat. Außerdem dabei ist Tobias Reitz, Mitbegründer der Agentur Quäntchen und Glück.
Fotos: Sandra Breunig | privat
Wie klingt eine Stadt? Und wie stellt man nur mit Geräuschen dar, wie sich eine Stadt entwickelt?
Mit diesen Fragen haben sich Studierende des dritten Semesters im vergangenen Semester beschäftigt. In Frankfurt interviewten sie Manager, Banker, Bäcker und Models, nahmen Stöckelschuhe, hupende Autos und Fahrradklingeln auf.
Entstanden ist daraus eine 25-Minuten-Sendung, die der Hessische Rundfunk am 15. April auf hr-iNFO in der Sendung „Umwelt & Entwicklung« ausgestrahlt hat. Der Podcast kann jetzt auf der Internetseite von hr-iNFO herunterladen geladen werden.

Es geht um die Konflikte, die mit der Entwicklung Frankfurts zur Boomtown einhergehen. Die Stadt wächst so schnell wie noch nie in ihrer Geschichte. Die Menschen ziehen nicht mehr hinaus ins Grüne, sie kommen zurück in die Stadt. Für die Main-Metropole ist das einerseits eine positive Entwicklung, andererseits eine große Herausforderung.
Diese Herausforderung will Frankfurt so meistern, dass die Stadt den „Green Capital Award“ der Europäischen Union gewinnt. Besonders wichtig ist dafür die Umstellung der gesamten Energieversorgung auf erneuerbare Energien. Dafür braucht es zum Beispiel modernisierte Häuser oder Niedrig-Energie-Neubauten, für die dann die Mietkosten höher sind. Oftmals ist Gentrifizierung – die Verdrängung der alteingesessenen Mieter – die Folge. Wie Verwaltung und Einwohner mit diesen Konflikten umgehen, beleuchten die Studierenden in folgenden Beiträgen:
Mehr Details gibt es in der Ankündigung von hr-iNFO. Moderiert wird die Sendung von Pia Zimmermann. Geleitet wurde das Projekt von hr-Redakteur Florian Schwinn.
Was passiert, wenn man eine halbe Million Streichhölzer auf einmal zündet? Ist es möglich, eine Nadel im Heuhaufen zu finden? Und wie viele Schüler braucht es, um ein anfahrendes Auto festzuhalten? Diesen Fragen ist die 23-jährige Svenja Trautmann für ihre Diplomarbeit nachgegangen und hat für das ProSieben Wissensmagazin „Galileo“ einen Fernsehbeitrag gedreht.

Das "Galileo"-Team beim Streichhölzer-Dreh.
„Die Fragen kamen von Schülern der neunten Klasse aus Ursberg, Magdeburg und Pocking. Mit diesen haben wir praktische Experimente gemacht, um herauszufinden, was mit den Streichhölzern, dem Auto und der Nadel passiert“, berichtet Svenja, die die Drehs als verantwortliche Redakteurin leitete. Unterstützt wurde sie von der Münchner Produktionsfirma „MAXIMUS FILM“. Dort hatte sie zuvor ihre Praxisphase absolviert, die ein Bestandteil des Studiengangs Online-Journalismus ist. „Ich habe damals fünf Monate in München gearbeitet und da schon zwei Beiträge produziert, die auf dem österreichischen Fernsehsender ServusTV im Service- und Ratgebermagazin „Gut leben!“ ausgestrahlt wurden. Das hat sehr viel Spaß gemacht und deshalb war schnell klar, dass ich für meine Diplomarbeit wieder einen Film produzieren möchte.“
Besonders schön ist es, dass Svenja mit ihrem Beitrag einen Pilotfilm für Galileo dreht: Bisher gab es nur die Rubrik „Zuschauerexperiment«, bei der Zuschauer Fragen stellen konnten, die sie alleine nicht beantworten können. In Zukunft soll es auch das „Schulklassenexperiment“ geben – da werden die Fragen mit der ganzen Klasse beantwortet.

Die Sicherheitsvorkehrungen bei den Drehs waren groß. Pyrotechniker und Feuerwehrleute begleiteten zum Beispiel die Zündung der Streichhölzer, die explosive Folgen hatte. Spannend war auch die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Svenja erzählt: „Wir haben drei Heuhaufen aufgeschüttet und den Schülern verschiedene Hilfsmittel wie Taschenlampen, Hufeisenmagnete und Metalldetektoren gegeben. Damit haben sie sich dann auf das Heu gestürzt und fleißig gesucht.“
Als Redakteurin musste Svenja sich um das Thema, die Location, Protagonisten und Requisiten kümmern. Auch das Storyboard wurde von ihr verfasst. Während der Drehs achtete sie auf die Umsetzung und gab etwa dem Kameramann Anweisungen, welche Bilder sie für ihren Beitrag brauchen würde. Anschließend verbrachte sie viel Zeit damit das Material zu sichten und eine Schnittliste für den 15-Minuten-Beitrag zu erstellen. „Insgesamt haben wir für die Produktion sechs Wochen gebraucht. Nun muss ich noch texten und die Dokumentation für die Diplomarbeit dazu schreiben. Ende Juli bin ich dann mit dem Studium fertig und habe mein Diplom.“ Danach möchte Svenja gerne fest als Redakteurin arbeiten.
Ausgestrahlt wird der Beitrag in der Galileo-Sendung am 13. April. Und Svenja verspricht: „Es wird lustig und unterhaltsam, aber auch wissenschaftlich interessant.“ Also: Einschalten am 13. April ab 19:05 Uhr auf ProSieben, Beitragsstart von Svenja’s Film ist etwa 19.30Uhr! Wir wünschen viel Spaß bei der Sendung!
Fotos: C. Akyol, Fotostudio Art, FFM | Ngoc Mai Sixompho

Journalisten sind oft Geschichtenerzähler. Doch eine Geschichte lebendig zu erzählen, ist gar nicht so leicht. In der aktuellen Ausgabe des medium magazins hat Prof. Dr. Friederike Herrmann, Leiterin des Studiengangs Online-Journalismus, deshalb ihre Anregungen zum Thema »Geschichten erzählen« in einem Werkstattheft gesammelt.
Inhaltlich geht es zum Beispiel um Perspektivenwechsel, Beziehungsfragen, Szenen zweiter Hand sowie den Unterschied zwischen Nachrichten und Geschichten.
»Der Mensch besitzt nicht nur die Sprache. Er besitzt die Fähigkeit, daraus Geschichten zu weben, mit Anfang und Ende, Geschichten, die Zusammenhänge schaffen, Geschichten, die die Welt deuten und verstehen. Anthropologen und Historiker, Psychologen und Theologen – alle wissen sie um die Bedeutung der Narrativität. Erzählungen erklären uns, woher wir kommen, wer wir sind und wohin wir gehen. Sie erklären uns die Welt. Sie geben ihr Sinn,« schreibt Friederike Herrmann.
Das Werkstattheft dreht sich um vier Thesen:
Lesetipps, Übungen und Erfahrungsberichte von Journalisten ergänzen die Ausführungen. Ein Beispiel für eine Übung: »Gehen Sie an einen Ort, der für eine Ihrer Geschichten wichtig sein könnte: Eine Kneipe, ein Bus, ein Park. Schließen Sie fünf Minuten lang die Augen und konzentrieren Sie sich nur auf das, was Sie hören. Achten Sie besonders auf Geräusche oder Laute, die Sie überraschen. Gibt es auch Dinge, die nicht zu hören sind, die Sie aber eigentlich erwartet hatten? Notieren Sie anschließend Ihre Beobachtungen auf einem Blatt, ohne auszuwählen. Schreiben Sie zügig, ohne nachzudenken, Fehler sind in diesen Notizen egal. […] Lesen Sie anschließend Ihre Notizen durch und betrachten Sie diese wie eine Art Steinbruch: Sind Eindrücke dabei, die Sie in einen Text übernehmen wollen?«
Lust auf mehr Tipps zum Geschichten Erzählen? Dann können Sie das Heft über die Internetseite des medium magazin bestellen.
In der aktuellen Ausgabe des Magazins findet sich auch ein Special zur Ausbildung im Bereich Online-Journalismus. Darin kommen Chefredakteure, Redaktionsleiter, Professoren und Studenten zu Wort und analysieren die Entwicklung des digitalen Journalismus. Andreas Grieß, Student des Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt, erklärt darin, weshalb er ein Studium dieses Faches für sinnvoll hält.

Pünktlich zum Start des neuen iPads liefern Studierende des Studiengangs Online-Journalismus spannenden Lesestoff für das Gerät. Am 21. März erschienmit dem iPad Magazin „ausgespielt“ das Ergebnis eines Projekts aus dem vergangenen Semester.
23 Online-Journalisten betrachten darin das Thema Spielen aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie fragen unter anderem: Was ist eigentlich aus den Moorhühnern geworden? Warum ist Cricket in Indien so beliebt? Was sind die skurrilsten Spiele? Und was passiert, wenn aus Spiel plötzlich Ernst wird?
Herausgekommen sind Texte, Videos, Audios, Bilderstrecken und interaktive Elemente, eingebettet in ein modernes Design. Das Spezielle: Die Studierenden des mittlerweile achten Semesters haben das Magazin vollständig selbst erstellt. Sie konzipierten und gestalteten sowohl die Inhalte, als auch das Design und die Programmierung. Das Magazin ist kostenlos via iTunes erhältlich.
Bereits während die Studierenden recherchierten, schrieben und layouteten konnten Interessierte Hintergründe und Erfahrungsberichte im Redaktionsblog „Angespielt“ (http://angespielt.posterous.com) verfolgen. Dort wartet nun auch ein kleines Gewinnspiel auf alle Leser des Magazins. Einfach auf dem Redaktionsblog vorbei schauen und mitmachen!