Das Semester ist rum, die Studierenden packen ihre Sachen für die Sommerferien. Damit kommt auch dieses Projekt zu einem Abschluss. Zeit für einen kleinen Rückblick, den der Professor aus dem fernen Berlin, im Café St. Oberholz am Rosenthaler Platz, verfasst. Schon das ist bemerkenswert, die Leichtigkeit, mit der es heute möglich ist, so ein hübsches kleines Weblog, wie wir es hier in den letzten zweieinhalb Monaten gepflegt haben, von den verschiedensten Orten aus zu bedienen, nach Belieben Fotos, Bildergalerien und sogar Videos zu integrieren.
Diese Leichtigkeit ist ansteckend, sie führt dazu, dass man - nach kurzer Eingewöhnungszeit - sich auch den Inhalten mit größerer Unbefangenheit nähert. Das macht das Blog-Format so wunderbar geeignet für viele Dinge, auch für erste Annäherungen an die journalistische Praxis. Für die Zweitsemester des Studiengangs Online-Journalismus war “Augenblick!” das erste Praxisprojekt im Studium mit echtem Leserkontakt.
Für Wikipedia ist der Hinduismus “mit etwa 900 Millionen Anhängern die drittgrößte Religion der Erde”, für die 24-jährige Trishani Selvasingam ist er “eine Lebens- und Glaubensform, die der Seele des Menschen ein zu Hause gibt und dabei den Einklang mit der Natur und dem eigenen Ich finden lässt”. Im Online-Interview erzählt mir Trishani von ihrem Leben als Hindu, die in Deutschland aufgewachsen ist, in Frankreich studiert und derzeit ein Praktikum in den USA macht.
Angefangen auf der Straße zu musizieren haben sie 2005 in Australien. Als Samuel Harfst und ein Freund vom ihm als Theologie-Studenten das Geld ausging, versuchten sie ihr Glück auf der Straße. “Mit der Straßenmusik haben wir dafür gesorgt, dass wir abends etwas zu Essen hatten und die Wohnung bezahlen konnten”, sagt Samuel Harfst.
Fast alle kennen das: Man liest die Programmzeitschrift, das Hochglanzmagazin oder die Tageszeitung, überblättert die Seite mit den Horoskopen erst und wirft dann doch einen Blick darauf. Weiterlesen »
„Hallo Deutschland, ich begrüße euch im Namen Jesus Christus”, sagt der Straßenprediger Nsimbo Domingo. Er sieht klein aus und wirkt sehr ruhig. Doch das ändert sich, wenn er zu Wort kommt.
Der 46-jährige Prediger verteilt Flyer mit der Einladung zu seiner Kirchengemeinde und klettert auf die Bank. Seine Stimme ist laut und deutlich. Nichts stört Domingo bei seiner Arbeit. Nur ab und zu unterbricht er die Predigt, um die eine oder andere neugierige Person zu begrüßen. „Hallo Bruder. Hast du eine Frage?” fragt er dann und gibt freundlich seine Hand.
Sei es der Jakobsweg nach Santiago di Compostela für Christen oder die Pilgerfahrt für Muslime nach Mekka, jede Religionsgemeinschaft hat heilige Stätten, zu denen jedes Jahr Tausende Gläubige pilgern.
So versammeln sich jährlich über 2,5 Millionen Muslime aus mehr als 180 Ländern im 10. Monat des islamischen Kalenders zur Wallfahrt nach Mekka in Saudi Arabien. Mekka ist die Geburtsstätte des Propheten Mohammads (saw1) und von hier aus verbreitete sich der Islam. Auch der heute 34-Jährige Osman Akbal hat sich vor vier Jahren der muslimischen Pflicht, einmal im Leben die Pilgerfahrt nach Mekka zu machen, unterzogen.
Bei dem kleinen Volk der Mosuo, das im Südwesten Chinas rund um den Lugu-See lebt, steht die Welt kopf - jedenfalls nach den Maßstäben meiner Oma: Der Mann ist das Familienoberhaupt - falsch. Der Mann bringt das Geld nach Hause - auch falsch. Kinder gehören in eine Ehe - komplett daneben.
“Na, schon mal gelacht?” Werde ich begrüßt, als ich die Begegnungsstätte Preungesheim in Frankfurt betrete. Ich bin heute hier, einfach so zum Spaß. Beim Lachyoga.
Ein bisschen komisch das Ganze: Fünf erwachsene Menschen laufen durch den Raum. Auf Kommando fangen sie laut an zu gackern. Lachen brüllend wie ein Löwe oder kichernd verschämt hinter vorgehaltener Hand. Dann klatschen sie in die Hände. “Hoho Hahaha” schallt es durch den Raum.
Eigentlich fällt mir die Synagoge nur auf, weil direkt über ihrem Torbogen der Davidsstern hervorsticht. Hier mache ich noch schnell ein paar Fotos, bevor ich in die Evangelische Studierendengemeinde gehe, um mich vorab ein wenig über den Synagogengottesdienst am Schabbatabend zu informieren.